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Naturgarten Johannes

Die Idee des Naturgartens ist nicht neu. Bereits 1925 wurde ein öffentlicher Naturgarten in Holland angelegt. Trotzdem ist diese Gartenform wenig bekannt und so überwiegt in vielen Gärten ein Einheitsgrün aus Rollrasen, Kirschlorbeer- und Thujahecken.

Im Naturgarten dagegen werden heimische Wildpflanzen und naturnahe Gartenformen von Sträuchern und Stauden gepflanzt oder Wildblumenwiesen eingesät. Dabei versuchen wir die Pflanzen so auszusuchen, dass sie optimal an den Standort im Garten angepasst sind und später wenig Pflege brauchen. Auch Wildkräuter finden sich z. B. im Gemüsegarten ja immer von selbst an den Stellen ein, an denen sie am besten wachsen.
Ziel im Naturgarten ist ein sich selbst erhaltender Kreislauf der Pflanzen, indem wir weder wässern, düngen noch etwas zurückschneiden müssen. Hat sich nach dem Anwachsen der gesetzten Pflanzen eine geschlossene Pflanzendecke gebildet, können sich auch unerwünschte Gräser und Kräuter nicht mehr so leicht aussähen.

Wir bevorzugen die Pflanzen, die sich unter den Bedingungen in unserem Garten am besten entwickeln werden. So arbeiten wir mit der Natur und nicht gegen sie! Es ist viel leichter, an einem trockenen Standort mit Sandboden trockenheitsliebende Kräuter und Kleinsträucher anzusiedeln (wie wir es in den Beeten um den Platz vor der Kirche getan haben), als mit großem Aufwand wie z. B. Erdaustausch, Bewässerung und Düngung unseren Garten für anspruchsvolle und empfindliche Kultursorten zu verändern. Dies würde einen fortdauernden großen Arbeitsaufwand bedeuten und vielleicht sogar im Kampf gegen die Natur mit der Giftspritze enden!

Sorgen wir lieber mit heimischen Wildpflanzen dafür, dass wir unseren Garten genießen können!

Auch die heimische Tierwelt wird sich mit uns im Naturgarten freuen! Für Insekten wie Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge und all` jene, die sich von den Blättern ihrer Futterpflanzen ernähren (z. B. Schmetterlingsraupen) ist der Tisch bei uns reich gedeckt. Auch Singvögel und kleine Säugetiere fühlen sich im Naturgarten wohl. Für Vögel können wir aus fruchtragenden Sträuchern oder solchen mit Dornen Vogelfutter- und Schutzhecken pflanzen. Für Käfer und ihre Larven legen wir Totholzhaufen an. Hier findet auch der Specht Nahrung oder der Zaunkönig und der Igel Unterschlupf. In einer dicken Mulchdecke unter der Hecke suchen die Amseln nach Würmern und anderen Leckerbissen. In Trockenmauern oder einem Lesesteinhaufen findet sich vielleicht Lebensraum für Kröten, Eidechsen oder Blindschleichen.

Der Naturgarten rund um die 2005 gebaute Johanneskirche wurde seit dem Frühjahr 2006 neu angelegt. Viele Gemeindeglieder haben Pflanzen dafür gespendet. Wir haben hohe und niedrige Hecken gepflanzt. Hier gibt es Platz für Weiden, Ginster und Wildrosen. Auch Haselnuss, Holunder, Pfaffenhütchen und Liguster finden sich hier. Statt Rasen haben wir Blumenwiesen eingesät, die nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden müssen. Auf dem Rosenbeet an der Terrasse zwischen Kirche und Gemeindehaus haben historische Rosen einen geschützten Platz gefunden. Gleich dahinter ist der große Komposthaufen, um das Beet bequem mit Humus und Nährstoffen versorgen zu können.

So blüht und fruchtet es bei uns vom Frühling bis in den Herbst hinein. Nehmen Sie sich das nächste Mal, wenn Sie da sind, ein bisschen Zeit, um den Garten zu betrachten! Zu besonderen Anlässen, z. B. der Rosenblühte im Mai/Juni oder am Gemeindefest bieten wir Führungen durch den Garten an. Termine können aber auch gerne individuell vereinbart werden.

Der Garten wird ehrenamtlich gepflegt.

Weitere Infos zum Naturgarten im Internet auf der Seite des Naturgarten e.V. unter www.naturgarten.org. Seit dem Frühjahr 2012 biete ich auch selbst Naturgartenplanung und - Beratung an. Meine Internet- Seite finden Sie unter www.pheberer- naturgarten.de

Ich freue mich darauf Sie im Naturgarten zu treffen!

Ihre Petra Heberer

Bildnachweise: